05. April 2014

Café Corso – in Holzbauweise renoviert

  • Das Café Torso ist bei Tag und Nacht ein Blickfang am Wörthersee.
    Das Café Torso ist bei Tag und Nacht ein Blickfang am Wörthersee.
  • Im Erdgeschoß die als Café genutzte Gewerbezone, darüber drei Geschoße für den Wohnbau.
    Im Erdgeschoß die als Café genutzte Gewerbezone, darüber drei Geschoße für den Wohnbau.

In den 1960er Jahren baute die Eigentümerfamilie das derzeitige Café Corso als separat an das Eckgeschäft anschließenden Baukörper und erweiterte es in der nächsten Bauphase bis an die westliche Grundgrenze. Das in die Jahre gekommene erdgeschoßige Gebäude sollte nach dem anerkannten Stand der Technik energieeffizient saniert und erweitert werden, um so die Gewerbeflächen und den Gebäudewert langfristig zu sichern.

Ein entscheidender Aspekt beim Sanierungsprojekt war der Zeitplan, denn am Wörthersee kann man nur von Oktober bis Dezember und von Februar bis April bauen. Und in dieser Zeit wurde das Projekt umgesetzt. Das war eigentlich nur mit Holzelementen möglich – und mit einem Team vor Ort, das optimal koordiniert war und eine Sensibilität zur Energieeffizienz und zu architektonischen Details hat.

Das Gebäude mit insgesamt 815,5 m2 Nutzfläche besteht aus einer gewerblich genutzten Fläche im Erdgeschoß, zwei Obergeschoßen und ausgebautem Dachbgeschoß für Wohnungen. Des Weiteren war die Planung der haustechnischen Anlagen, dabei wirklich alle vorhandenen Abwärme Mengen zu nutzen und trotzdem im Gastronomiebereich die Verbrauchsspitze sicher zu stellen, eine intensive Herausforderung. Die luftdichte Hülle ist bei einer Sanierung im Gewerbebereich eine besondere technische Herausforderung. Der Bestand ist nie genau definierbar und schafft deshalb in der Ausführung oft Probleme. Daher ist die Planung der einzelnen Detailpunkte ein wichtiger Faktor. Die Ausführung des Brandschutzes laut Bauordnung stellte eine weitere technische Hürde dar. Es wurde eine Komfortlüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung (80%) eingebaut. In jenem Bereich mit Energieüberschüssen (Gastronomie) wurde eine Abwärme Nutzung integriert. Die Abwärme der Kühlanlagen im Gasto-Bereich wird in den Warmwasserspeicher geführt und deckt so den erhöhten Warmwasserbedarf in diesem Bereich. Die Abluft der Küche und des Pizzaofens wird über einen Wärmetauscher geschickt und für die Raumwärme genutzt.

Architekt: Arch Di Gerhard Kopeinig, ARCH + MORE ZT GmbH

  Dieses Projekt wird Ihnen von Saint-Gobain ISOVER Austria präsentiert.