07. April 2016

2016 stehen Gesundheit & Pflege im Mittelpunkt

  • BAU.GENIAL sucht 2016 moderne Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen
    BAU.GENIAL sucht 2016 moderne Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen
    DI Stefan Vötter, Generalsekretär BAU.GENIAL, Mag. Andreas Bauer, Vize-Präsident BAU.GENIAL, Veronika Egger MSc, Vorsitzende design for all, Verein zur Förderung barrierefreier Lebensräume, Mag. Monika Wild MSc, Österreichisches Rotes Kreuz – Leitung Gesundheits- und Soziale Dienste und Dr. Walter Leiss, Österreichischer Gemeindebund © BAU.GENIAL/APA-Fotoservice/Preiss

• Einreichfrist läuft bis 15. Juni 2016 auf www.baugenial.at
• Einreichen können Architekten, Bauherren und Verarbeiter
• Barrierefreiheit als zentrale Herausforderung für Gesundheits- und Pflegebauten

Wien, am 7. April 2016._BAU.GENIAL ruft 2016 zum österreichweiten Architekturwettbewerb auf und sucht moderne Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, die in Holz- oder Leichtbauweise errichtet wurden. Die Bedürfnisse der Menschen stehen hier besonders im Mittelpunkt.

Wie wirkt moderne Architektur auf die Gesundheit der Patienten ein? Wie gestalten Materialien und Design eine gesundheitsfördernde Atmosphäre? Viele solcher Fragen gilt es beim Gestalten eines Gesundheits- oder Pflegegebäudes zu beachten. Dazu benötigt es eine starke Orientierung an den Bedürfnissen der Menschen. Nicht nur Barrierefreiheit, sondern auch Funktionalität und Qualität müssen gewährleistet werden.

„Mit dem BAU.GENIAL Preis suchen wir österreichweit Referenzprojekte im Bereich des Gesundheitswesens, die architektonisch und energetisch beeindrucken und hervorragende Raumqualität bieten“, betont Mag. Andreas Bauer, Vize-Präsident von BAU.GENIAL. „Moderne Gesundheits- und Pflegearchitektur zielt zunehmend darauf ab, Räume zu gestalten, die das Wohlbefinden fördern und die Genesung unterstützen“, ist Bauer überzeugt.

Bedarf an Pflegeeinrichtungen steigt

Experten gehen davon aus, dass der Pflege- und Betreuungsbereich in den nächsten Jahren ein Motor für Österreichs Wirtschaft und Politik sein wird. Der Anstieg der allgemeinen Lebenserwartung führt zu einem spürbaren demografischen Wandel. Der Anteil an 50- bis 80-Jährigen in der österreichischen Bevölkerung wird von heute 2,9 Millionen auf 3,4 Millionen im Jahr 2030 ansteigen. Das bedeutet, dass immer mehr Menschen Hilfe brauchen oder pflegebedürftig sein werden.

„Der Bedarf an Ganztagesversorgung, besonders in den eigenen vier Wänden, steigt stetig“, weiß Mag. Monika Wild, Leiterin des Gesundheits- und sozialen Dienstes beim Österreichischen Roten Kreuz. „Betreutes Wohnen betrifft viele Personen, vom Senioren bis hin zum Jugendlichen. Autonomie ist hier ein wichtiger Begriff. Derzeit gibt es in Österreich über eine halbe Million hilfs- und pflegebedürftige Menschen. Die Statistik bezieht sich ausschließlich auf die Zahl der Pflegegeldbezieher – die Dunkelziffer dürfte jedoch weit höher sein“, vermutet Wild. Prognosen zeigen, dass es im Jahr 2030 etwa 800.000 pflegebedürftige Personen in Österreich geben wird.

Derzeit bieten die österreichweiten Pflegeeinrichtungen nicht genügend Kapazität, um alle Pflegebedürftigen aufzunehmen, die eine Betreuung rund um die Uhr benötigen. Viele pflegebedürftige Personen wünschen sich Wohnmöglichkeiten, bei denen aktive Lebensgestaltung mit einem Höchstmaß an Sicherheit und Betreuung im Bedarfsfall verbunden ist.

Moderne Pflegeeinrichtungen in Österreich

Im internationalen Trend ist eine Humanisierung der Gesundheitsversorgung spürbar, damit ist die Fokussierung auf Nutzerbedürfnisse vom Beginn der Planung an gemeint. Bauherren, Betreiber und Architekten erarbeiten gemeinsam die Anforderungen an eine zukünftige Gesundheitseinrichtung. Gesundheits- und Pflegereinrichtungen müssen vielfältige Anforderungen erfüllen. Architektur in Design und Form kann einen wesentlichen Beitrag leisten, indem sie für eine angenehme und sichere Atmosphäre sorgt. Neben der Orientierung an den Patientenbedürfnissen sind eine helle, flexible Raumgestaltung und niedrige Lebenszykluskosten die gängigen Anforderungen an ein modernes und energieeffizientes Gebäude im Gesundheits- und Pflegebereich.

Bauherren schätzen den Leichtbau mit Holz-, Trocken- oder Stahlbausystemen wegen der schnellen Bauzeit aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades sowie die Aspekte der Nachhaltigkeit aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Betrachtung. Die Patienten, das Pflegepersonal sowie die Angehörigen schätzen das angenehme Raumklima von modernen Gesundheits- und Pflegegebäuden.

Generationenübergreifende Pflege

Immer öfter werden Pflegeeinrichtungen für generationenübergreifende Zwecke gebaut. Eine unkomplizierte und übersichtliche Erreichbarkeit der verschiedenen Zonen ist für alle Beteiligten – Personal, Patienten oder Angehörige – wesentlich und vom Alter oder der persönlichen Einschränkung unabhängig.

Verschiedene Denkschulen prägen die Gesundheits- und Pflegearchitektur in Österreich. Wurden Krankenhäuser entweder als Pavillons oder als Zentralhäuser gebaut, so findet man in der modernen Gesundheits- und Pflegearchitektur immer häufiger die Kombination aus pavillonähnlichen Elementen und Zentralhäusern. Eine modulare Gesamtkonzeption sowie kurze Wege und die Fokussierung auf Zentren verbinden die Vorteile beider Gebäudearten.

Arch. DI Monika Anna Klenovec ist gerichtlich zertifizierte Sachverständige für barrierefreies Planen und Bauen und Mitbegründerin des Vereins design for all, der sich für barrierefreie Lebensräume einsetzt. Sie weiß, warum Barrierefreiheit mit attraktivem Design ein Zeichen von hoher Nutzungsqualität und Nachhaltigkeit für alle ankommt. „Der Anspruch an ‚Design for All‘ bietet einen Mehrwert an Komfort und Nutzungssicherheit. Wenn dieser von Anfang an mit eingeplant wird, entstehen kaum Mehrkosten“, betont Klenovec.

Über den BAU.GENIAL Preis 2016

„Bauen für die Gesundheit“ steht für die Kooperationspartner des BAU.GENIAL Preis 2016, den Österreichischen Städtebund, den Österreichischen Gemeindebund und den Verein design for all ganz oben auf der Agenda. Das Bauwesen kann hier einen wertvollen Beitrag für eine nachhaltige Gesellschaft leisten und forciert das gesellschaftspolitisch wichtige Thema weiterhin.

  • Gesucht werden Projekte aus Gesundheit & Pflege, die ab dem Jahr 2012 in Holz- oder Holzmischbauweise umgesetzt worden sind.  Gebäude wie Gesundheitseinrichtungen (Spitäler, Geriatriezentren, Hospize, Palliativmedizin...) und Pflegeeinrichtungen (Tageszentren, Pflegeheime, Seniorenwohnhäuser...) sowie betreutes Wohnen und Sozialeinrichtungen aller Art für Kleinkinder bis hin zur Seniorenbetreuung, Jugendheime usw. ...
  • Miteinbezogen werden ergänzende Einrichtungen (z.B. Zubauten für das Personal) sowie Einrichtungen mit Nutzungsdurchmischungen (generationenübergreifende Einrichtungen usw.) ...
  • Die Einreichfrist endet am 15. Juni 2016
  • Die Einreichung erfolgt online auf www.baugenial.at
  • Einreichen können Bauherren, Architekten, befugte Planer und ausführende Unternehmen (gemeinsam)
  • Beurteilt werden Architektur, fachgerechter Holzeinsatz, benutzerorientierte Funktionalität, konstruktive Lösungen und Nachhaltigkeit
  • Die Fachjury besteht aus Repräsentanten von Universitäten, Planungsbüros, Sozialinstitutionen und NGOs, der Architekturkritik sowie dem verarbeitenden Gewerbe. 
  • Die Jurysitzung findet Anfang September 2016 statt

SAVE THE DATE! Die Preisverleihung findet im 10. November 2016 in Wien statt. Der genaue Ort wird noch mitgeteilt.

Alle Informationen und die Einreichungsformalitäten finden Sie auf: www.baugenial.at

Der BAU.GENIAL Preis 2016 „Gesundheit & Pflege“ wird unterstützt von:

Fotos der BAU.GENIAL Pressekonferenz vom 7.4. online:
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/7642

Auf dem Bild (v.l.n.r.): DI Stefan Vötter, Generalsekretär BAU.GENIAL, Mag. Andreas Bauer, Vize-Präsident BAU.GENIAL, Veronika Egger MSc, Vorsitzende design for all, Verein zur Förderung barrierefreier Lebensräume, Mag. Monika Wild MSc, Österreichisches Rotes Kreuz – Leitung Gesundheits- und Soziale Dienste und Dr. Walter Leiss, Österreichischer Gemeindebund

Fotocredit: BAU.GENIAL/APA-Fotoservice/Preiss

Mehr Informationen für die Presse:
BAU.GENIAL Pressestelle
senft & partner, Bianca Schmidt
Praterstraße 25a/13, 1020 Wien
01/219 85 42 – 24
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www.baugenial.at